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29.12.2014 | Braubach

Stolperstein für Karl Tremper

Stolperstein für Karl Tremper

 

Zum Gedenken an den Bürger Karl Tremper, der 1898 in Braubach zur Welt kam und 1940 im Konzentrationslager verstarb, wurde durch den Künstler Gunter Demnig in einer kleinen Gedenkfeier ein Stolperstein verlegt. Die Verlegung erfolgte in der Unteralleestraße 26, wo Karl Tremper bis zu seinem 28. Lebensjahr wohnte.

Den Anstoß hierzu gaben die Nichte Trempers, Henrike Findikgil und Klaus Schoch, der für die Braubacher Stadtgeschichte recherchiert. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte Karl Tremper den Beruf des Zimmermanns. Aufgrund einer geistigen und infolge eines Arbeitsunfalls auch körperlichen Behinderung wurde er mit Unterbrechungen in den Jahren 1926 und 1930 in den Heilanstalten Saffig / Eifel, Eichberg und Hadamar therapiert. 1940 wurde er in Wilhelmshaven festgenommen und am 2. März 1940 als sogenannter Asozialer in das Konzentrationslager Berlin- Sachsenhausen eingeliefert. Unter den schlechten Lebensbedingungen verstarb er bereits 2 Monate später am 17. Mai 1940. Die genauen Todesumstände wurden nie bekannt.

Im Beisein zahlreicher Bürger und der Chorgemeinschaft Braubach wies Stadtbürgermeister Joachim Müller in seiner Ansprache darauf hin, dass die Stolpersteine „zum Lernen, Nachdenken, Mahnen und Gedenken“ anregen sollen.

„Dass die Erinnerung an meinen Onkel auf diese Weise wach gehalten wird“, erfreue sie sehr, so die Nichte Findikgil.

Der Künstler Gunter Demnig hatte 1993 die Idee mit den Gedenksteinen und mit rund 49.000 Stolpersteinen in 17 Ländern beweist dies, dass das Schicksal der Betroffenen auch für die nachfolgenden Generationen nicht in Vergessenheit gerät.