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Kammersänger Heinrich Schlusnus

Vor 60 Jahren starb Heinrich Schlusnus

Heinrich Schlusnus wurde am 6. August  1888 in Braubach  als achtes Kind einer Eisenbahnerfamilie geboren. Er besuchte das Gymnasium Oberlahnstein und wurde zunächst Postbeamter in Frankfurt am Main, wo er Gesangsunterricht nahm. Gleich zu Beginn des ersten Weltkrieges erlitt er eine Schusswunde, die eine lebenslange Gehbehinderung zur Folge hatte. Sein erstes Engagement fand Heinrich Schlusnus 1915 am Stadttheater in Hamburg, später  in Nürnberg, wo er  bis 1917 wirkte und seinen Ruf als Bariton begründete. An der Staatsoper in Berlin  bekam er eine Festanstellung und erhielt dort den Titel „Kammersänger“. Hier blieb er bis 1944 und feierte vor allem mit Wagner- und Verdiopern große Erfolge. Auf unzähligen Gastreisen stand er in fast allen deutschen Großstädten und in ganz Europa auf der Bühne. Er begeisterte seine Zuhörer  in den USA, Kanada und 1948/49 auch in Südafrika. Über 380 Lieder und Arien wurden auf Schallplatten aufgenommen.

Seine Heimat vergaß er nie. Ältere Mitbürger erinnern sich noch heute an Benefizkonzerte Anfang der 30er Jahre in Braubach, Lahnstein und Koblenz.

In der  Nachkriegszeit wirkte er an der Frankfurter Oper, wo er 1948 zuletzt als Rigoletto auftrat.

1951 stand er noch einmal am Theater Koblenz als Giorgio Germont in La Traviata auf der Bühne und gab im selben Jahr seinen letzten Liederabend.

Am 18. Juni 1952 erlag Heinrich Schlusnus im Alter von 64 Jahren  in Frankfurt / Main  einem Herzleiden.

Er wurde in seinem Geburtsort Braubach beigesetzt, wo er bereits 1924 zum Ehrenbürger ernannt worden war. Tausende gaben dem großen Sänger sein letztes Geleit. Der Quartettverein Braubach und Kammersänger Ambrosius umrahmten damals die Trauerfeier.  Seine Grabstätte auf dem Martinsfriedhof existiert noch heute.